Dieser Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 16. März muss bei jedem aufrechten Darwinisten die Alarmglocken schrillen lassen.

Nicht nur äußert sich Autorin Tania Greiner höchst kritisch zu der Frage, wie und ob man den Gang der Fische aufs Land rekonstruieren könne. Darüber hinaus präsentiert sie auch noch einen Kronzeugen, der ihre Skepsis teilt: Bernd Herkner. „Häufig wird so getan, als sei die frühe Evolution der Wirbeltiere lückenlos erforscht“, zitiert sie ihn. „Die zum Bauplan der späteren Landwirbeltiere passende Urflosse ist aber noch nicht gefunden“. Herkner ist der Auffassung, dass in der öffentlichen Wahrnehmung Vorstellungen dominierten, die heute überholt seien. So sei zum Beispiel Eusthenopteron wohl doch nicht das lang gesuchte missing link. Herkner: „Heute glaubt in der Fachwelt niemand mehr, dass dieses Tier tatsächlich der erste Landgänger war, wie es noch fast jeder Schüler lernt.“

Man könnte über diese kreationistische Propaganda – denn darum handelt es sich ganz ohne Zweifel, denn es wird eindeutig der gemeinsame Ursprung aller Arten geleugnet – stillschweigend hinwegsehen, wenn, ja wenn Herkner nicht der Leiter des traditionsreichen Senckenbergmuseums in Frankfurt am Main wäre. Unglaublich: Ein Leugner Darwins an führender Stelle einer naturkundlichen Bildungseinrichtung! So weit ist die Unterwanderung der reinen Wissenschaft also schon gediehen – Herr Kutschera, übernehmen Sie!