Was lange währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund. Das dachte sich wahrscheinlich auch die Redaktion der Südwestpresse aus Ulm, als sie sich jüngst entschloss, ein altes DPA-Interview mit dem Stammzellenforscher Hans Schöler erneut abzudrucken. In diesem Gespräch ergeht sich Schöler in kuriosen Verdächtigungen der Gegner einer Verschiebung des Stichtages und unterstellt der katholischen Kirche, sich in der Stammzellendebatte profilieren zu wollen. Es sieht so aus, als habe der Volksmund Unrecht: Nur weil etwas lange währt, wird es noch lange nicht gut.