Ein hochinteressanter Artikel ist letzte Woche in der Deutschen Tagespost über die Tagung „Weiß der Glaube? – Glaubt das Wissen?“ in der Katholischen Akademie Mainz erschienen.
„Die Tagung diente einer Art interdisziplinärer, wechselseitiger Ideologiekritik von Evolutionsbiologie, Theologie und Philosophie. Was erhellend war. Zu dieser Kritik scheinen nämlich Theologie und Philosophie eher bereit und fähig als die Evolutionsbiologie. Es fällt gerade religionskritischen Naturwissenschaftlern schwerer als Theologen und Philosophen, sich und anderen Rechenschaft abzulegen über die eigenen Voraussetzungen, Methoden und die wirklichkeitserschließende Reichweite der Interpretation ihrer Forschungsergebnisse. Zudem geraten religionskritische Naturwissenschaftler eher in Versuchung, allein die eigene Wissenschaftssprache als letztgültig sinnvolle Wissenschaftssprache anzuerkennen, wenn sich Theologen und Philosophen mit ihnen verständigen wollen.”
Unbedingt lesen!
1. Mai 2008 at 13:42
Wirklich sehr lesenswert. Endlich eine Stellungnahme, welche ohne Aggressivität und Herabsetzung anderer weltanschaulicher Ansichten auskommt und den Kern der dahinter stehenden Problematik anspricht.