Autsch, das tut weh! Peter Monnerjahn demonstriert auf Telepolis, wie schlecht er lesen kann und wie sehr bei ihm der Wunsch Vater des Gedankens ist. In seinem Artikel „Bischof Huber: Gott ist nicht real“ schreibt er:

„Wie der ehemalige Professor für Theologie in seinem Buch ‚Der christliche Glaube’ ausführt, ist es ein grundlegender Fehler, Gott als etwas anzusehen, das an die Bedingungen von Raum und Zeit, also der objektivierbaren Realität, gebunden ist. Hier stellt er sich unmissverständlich an die Seite anderer religionskritischer Stimmen wie der von Richard Dawkins, der ebenfalls darauf hinweist (u.a. in seinem Buch ‚The God Delusion’, dt. ‚Der Gotteswahn’), dass jegliche Gottheit nicht gut mit unseren Erkenntnissen über Raum und Zeit, also das Universum, in Einklang zu bringen ist. Den ‚Schöpfer’ dürfe man nicht, so Huber, als ‚eine in der Natur wirkende Kraft’ verstehen. Dadurch würde nämlich der Schöpfungsglaube zu einer wissenschaftlichen Hypothese, womit er ein ebenfalls durch Dawkins berühmt gewordenes Argument aufgreift.“

Dumm nur, dass Monnerjahns Interpretation der Huberschen Aussagen nicht stimmt und eigentlich das Gegenteil von dem, was er da herausliest, richtig ist. Huber sagt, dass Gott nicht objektivierbar ist und nicht mit den Methoden der Wissenschaft erfasst werden kann, weil er jenseits von Raum und Zeit ist. Dawkins dagegen versucht, Gott in menschliche Kategorien zu pressen, er würde seine Existenz gerne mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen können. Da das naturgemäß nicht geht, folgert er, dass es Gott nicht gibt.

Beider Aussagen widersprechen sich also diametral. Davon, dass sich Huber der naturalistischen Weltdeutung annähere, kann nicht die Rede sein.